Photographie.

28. September 2006

Im moment ist die Photokina in Köln. Weltgrößte Photomesse. Würde mich sehr interressieren. Sowohl die Messe auch als die Stadt zumal ich noch nie in Köln war. Leute kennen wir zum übernachten ja genug. Aber mir macht die scheiß Seminararbeit für Mythos Metropole zu schaffen. Werbung in der Stadt, Stadt als Werbeträger oder irgendso etwas. Und dieses etwas muss am Montag abgegeben sein.

Naja jedenfalls hätt ich mir auf der Photokina auf jeden Fall diese Kamera angeschaut:

Lumix L1 (baugleich mit Leica!) mit feinem Leica Objektiv. Magnesiumghäuse im Still der alten Messucherkameras, 2.5 Zoll LCD, Bildstabilisator, Ultraschall Staubschutz, 2 stufig ausklappender (auch indirekter!) Blitz aber vor allem Life View. D.h erste digitale Spiegelreflex die auf dem Monitor das Bild schon vor dem Aufnehmen anzeigen kann – wie bei digitalen Kompaktkameras. Die L1 hätte ich auf der Photokina gerne mal in die Hand genommen. Im Set mit Objektiv 2000 € UVP.

Meine geliebte Sony wackelt am Gelenk und scheint langsam den Geist aufzugeben. Ich werde sie einschicken und hoffe, dass das reparabel ist. Photographieren kann man aber noch. Gestern Abend war die Feuerwehr bei uns in der Straße nur zwei Häuser weiter. Ich habe die Gelegenheit genutzt und ein paar Photos gemacht:


Ach ja das Ganze war übrigens nur eine Übung bevor das Haus morgen abgerissen wird. Sonst hätte ich natürlich nicht alles einfach so photographiert. Ansonsten gibt es wie gesagt momentan eben vor allem viel viel Seminararbeit. Ich saß heute geschlagene 6 Stunden in 3 Bibliotheken in der Uni Erlangen. Dafür kenn ich mich da jetzt halt mal chefmäßig aus. Nebenbei Swaser und Philipp Herkelmann getroffen. Auf seite15.de wird es, zumindest von meiner Seite, bis Montag wohl etwas ruhiger.

„Damals als wir Chancen hatten blieben wir für Jahrzente stehen“ singen Tomte in einem ihrer Lieder. Tomte ist nach Kettcar und 10 anderen Bands übrigens die weltbeste Band. Wer sie nicht kennt sollte sie sich anhören. Aber lassen wir das.

Wir haben uns lange genug gedrückt. Jetzt haben wir eine Woche im Akkord von Morgens bis Abends gearbeitet – mit wenigen Baskettballunterbrechungen – und werden wohl in den nächsten Stunden endlich den ersten textilwerk Newsletter raushauen. Die Homepage ist auch überarbeitet.

Viele haben oft gesagt sie hätten gerne ein T-Shirt, einen Schlüsselanhänger, einen Geldbeutel. Wir haben dann immer vertröstent rumgedruckst. Uns gedrückt. Heute geht es offiziell los. Das bedeutet es gibt keine leeren Versprechungen mehr und geht Hand ind Hand mit der Bitte eure Bestellungen ganz normal online auszufüllen, ihr bekommt dann eine normale Bestellbestätigung und ein paar Tage später normale Post. Da wir in den nächsten Tagen wohl ein paar mehr Bestellungen reinkriegen werden würden wir sonst den Überblick verlieren. Für die guten Freunde gibt es natürlich Nachlass. Ich denke so um die 20%. Aber das seht ihr dann in der Bestellbestätigung.

Und da wäre sie dann schon die zweite Bitte. Wir freuen uns wenn euch Sachen von uns gefallen. Hassen aber nichts mehr als Mitleids- oder Freundschaftskäufe. Der Markt ist ehrlich seid ihr es auch. Auch deswegen werden wir nicht großartig unter den genannten Rabatt gehen. Wer es wirklich haben will der soll es haben. Wer nicht dem ist es hoffentlich zu teuer. Versteht uns nicht falsch.

Wir arbeiten hier noch ein wenig weier. Ihr kriegt einstweilen schonmal den Screenshot vom Newsletter. Leider mussten wir die schöne Schriftart „Georgia“ wieder ändern weil die auf Win-PC´s eine total falsche Bildschirmglättung hat und beschissen ausschaut. A pro po kaufen. Mac´s sind die waren Computer. Aber das hatten wir ja schonmal. Also zumindest die Videos dazu.

die letzte Woche

25. September 2006

bin ich vor lauter Arbeit zu nichts gekommen. An meinem Zimmer klebt ein Zettel. „Bin am Aufräumen (dauerhaft).“ Weil das Chaos gesiegt hat. Der Zettel ist von Maike. Böse Maike.

Das ist jetzt also so etwas eine Entschuldigung dafür das hier nichts passiert ist und ich mich (zum Beispiel beim Toni) nicht wie versprochen gemeldet hab. Die Bilder von Tausis Feier werde ich die Tage hochladen.

Also nach dem das mit den Kommentaren nur so halbherzig geklappt hat und das ja nicht immer brachliegen kann gehts dann doch irgendwie – beleidigterweise – weiter.
Nein, im Ernst. Ich hätte diesen Sommer wahnsinnig Bock gehabt mir mit ein paar Leuten/innen Quads auszuleihen durch die Gegend zu präschen, über Felder, Wiesen und durch Wädler. Oder auch durch Steinbrüche (Tausi). Abends in einer Hütte (Tausi, Julian oder so) pennen und nächsten Tag wieder zurück. Ich hätte Lust gehabt mit den alten Chiemsee Leuten wieder an Chiemsee und an Ruths tollen Gehimtipp See zu fahren. Ich hätte Lust gehabt nochmal auf Tausis Hütte zu fahren. Wie letztes Jahr. Gut. Der Sommer geht jetzt wirklich langsam zu Ende und wir werden sehen was noch klappt. Nächstes Jahr kommt er ja wieder.

Diesen Sommer haben wir nochmal richtig gefeiert. Viele waren mal wieder so richtig knülle. Es war lustig, ging bis vier und man sollte es kaum glauben keiner ist in irgendwelche Clubs abgehauen. Habe mich gefreut viele, alte Leute mal wieder zu sehen. Alle (geilen) Photos nach dem Klick aufs Bild.

der Sommer

11. September 2006

neigt sich langsam seinem Ende zu. Der August ist ins Land gezogen. Das hier soll ein Wunschzettel für den perfekten Sommer werden, für all das was man in einem perfekten Sommer erleben muss oder einfach nur eine Ansammlung was wir diesen Sommer noch alles gemeinsam machen sollten bevor er denn endgültig vorbei ist. Bevor er draußen kalt wird.


Dieser Eintrag bleibt ein wenig stehen. Bis genügend Kommentare da sind.
Ich gehe raus in die Sonne.

viel unterwegs.

11. September 2006

hallo züruck. Ich war das Wochenende mit Maike auf einer Hochzeit in Slowenien. Bin Viel unterwegs im Moment. Frankreich, Griechenland und jetzt Slowenien. Slowenien ist komisch. Wie Österreich plus ein bißchen Märchenland. Also so gar nicht Ost, keine Plattenbauten, keine gammelige Häuser und nicht so riechtig verfallen. Gut sie haben sich für ihre Hochzeit bestimmt auch nicht das häßlichste Stückchen Land ausgesucht. Aber dort hat es ja ausgeschaut wie aus dem Märchenbuch. Grüne Hügel, ein paar Berge in der Ferne um einen kristallkaren See mit einer wunderschönen Insel. Bled war jedenfalls ein Anderes, viel schöneres Slowenienen als man sich da vorstellt wenn man Slowenien hört. Nur ein wenig viel Hochzeitstourismus da. Aber vielleicht gibt es ja auch dieses verkommene, dreckige Slowenien irgendwo. Böse Vourteile. Nun gut. Ich habe Interresante, honorige, lustige, sehr nette, etwas abstrakte und ganz normale Menschen kennnen gelernt. Es war auf jedenfall eine Erfahrung, ich kenne neue nette Menschen, war zweimal leicht angedüdelt unter grötenteils 50 Jährigen die mir nicht viel nachstanden was Alkohol angeht. Nun gut gratuliert habe ich dann auch. Ordentlich das Beste und viele tolle Sachen gewünscht, eine tolle Ehe und so. Das heißt ich glaube ich habe schon gesagt: „Viel Glück beim zweiten Versuch“. Obwohl ich das eigentlich gar nicht sollte. Aber gut lassen wir das.

Wenn leute ihren Führerschein verlieren fahren Sie manchmal nach Polen und machen einen Neuen.

Versteht mich nicht falsch – ich mag den einen Teil dieser Ehe wahnsinnig gern. Den anderen überhaupt nicht. Am liebsten hätte ich dem einem gesagt was er gerade und hier für einen Fehler macht. Manchmal würde ich gerne eine Agentur auchmachen auf deren Briefpapier steht: „Auf dem Weg zum perfekten Menschen – wir helfen Ihnen dabei.“
Ich bin ein komischer Kauz. Und glaube, dass das ein Fehler war – für ihn. Aber gut kommt Zeit und wir werden sehen. Dann hätte ich entweder recht gehabt und der Anstand hat mir verboten das zu sagen. Dann hat er ganz viel Unglück gebracht – der Anstand. Habe ich nicht recht ist es gut so.

Jetzt geht es bis Mittwoch nach Regensburg. Hausarbeit schreiben und dem Papst ein wenig unter die Arme greifen. Es ist viel Los im Moment.

Hi…

7. September 2006

Hi sagen. Das kann Horst Konopke.

Bye sagen auch. Am Ende des Films. Vorher nicht. Dazwischen nicht. Dazwischen ist die große Stille. Konopkes Stille. Die Stille des Museums und seines schüchternen Wärters. Eine Stille, die von Fremdbild, Selbstbild und einem Wandbild erzählt. Von der Sicht auf Menschen von Menschen. Von der Sicht auf sich selbst. Von einen Schaufenster.

In ruhigen, schwarz weißen Bildern beobachtet Johannes Disselhoff einen introvertierten Museumswärter, eine hübsche, aufgeschlossene junge Frau und deren Verhalten. Diese Bilder erzählen von Fortschritt, Mut, Niederlage, sozialer Angst, Selbstzweifel und Erfolg. Sie erzählen fast poetisch, mit stoischer Ruhe von der äußerlichen Stille eines zutiefst aufgewühlten Menschen. Hi ist ein Film der Gegensätze. Ein Film der fesselt, verwundert und uns schmunzeln lässt. Er ist ein menschlicher Film mit all den menschlichen Gegensätzen. Hi ist kein Film der großen Worte. Ein stiller Film. Ein Film der während seiner 10min. ein wenig charmant, zurückhaltend aber umso intensiver Fragen stellt mit denen wir uns selbst und das Leben konfrontieren: „Wie sehe ich mich, wie sehen andere mich?“. Hi… erzählt von Selbstbewusstsein, Unsicherheit, einer Frau, einem Mann, einem Bild und zwei Worten.

Johannes Disselhof behandelt in seinem Debut ganz einfach und unaufdringlich eine eigentlich schwierige Thematik. Hi… frägt leichtfüßig, zurückhaltend und mit Witz nach der Sicht auf uns selbst und der Sicht auf Andere.

Was das ist und soll verrate ich in den Kommentaren. :richtig

zweimal geschmunzelt.

4. September 2006

Wir waren gestern spontan in kleiner Runde im Cristallo Eis essen. Ruth, Fips, Maike und Ich. Vorher haben Frieder und Fips bei mir vorbeigeschaut. Mit Frieders rotem BMW. Ich mag Frieders alten, roten BMW. Und seine direkte, bodenständige, fränkische Art. Nicht immer aber meistens. Zwei Sätze wollte ich mir merken. Und ich konnte sie nicht photographieren. Leider. Kann man eigentlich auch Spaß haben ohne Ihn zu photographieren? Selbstironisch.

Zwei Zitate habe ich heute hinübergerettet. Einfach so. Weil sie mir aufgefallen sind. Weil sie die Menschen beschreiben. Weil ich gelacht habe.

Fips: „Wenn man heutzutage net in´s Fitnessstudio geht is ma wohl auch niemand mehr?! Warum machst du des Ruth?“
Ruth: „Damit ich Dienstags etwas in meinen Kalender schreiben kann. Dann vergeht die Zeit schneller.“


Frieder: „Ey Tankrad, beteiligt sich die weltbekannte Band Kettcar jetzt wohl auch schon am Einsatz im Libanon.“
(Bezugnehmend auf mein Kettcar T-Shirt mit Band-Schriftzug, einem Schiff und einem Fadenkreuz). Er wollte keine Antwort haben. Sich nur kurz verabschieden weil er wieder für zwei Wochen nach Aachen muss. Studieren und so. Nach dem Cristallo wollten wir eigentlich noch Trampolinspringen auf der Wiese vorm Dehner; aber zum Einen hatten wir ja keine Kamera dabei, die den Spaß hätte festhalten können zum Anderen waren uns da eindeutig zu viele kleine Kinder. Also zumindest Philipp und Mir. Also ich meine Wir sind doch gestandene Männer. Und das obwohl Maike vorher extra nochmal aufs Klo gegangen ist. Aber mehr zum Trampolin die Tage.

Sonntag Abend.

3. September 2006

Heute Abend werde ich wohl wieder Tatort schauen. Dann Christiansen und dannach oder dazwischen einschlafen. Es ist Sonntag. Wie einfältig so ein Leben doch sein kann. Was ich an all diesen Tatort-Sonntagen zusammen schon hätte schaffen können. Mindestens einen Weltkonzern aufbauen. Aber ich wollte wohl nicht. Das ist es so oft. Wir könnten so viel und wollen so wenig. Unbewusst. Ach das wird jetzt zu kompliziert. Und damit tue ich eben genau dies (nicht). Ich resigniere vor mir selbst weil es zu kompliziert, zu aufwendig zu mühsam ist. Dabei ist nichts – sei es für dich, mich oder die kleine Welt da draußen – Bedeutendes jemals ohne Anstrengungen entstanden. Schmerzen bringen dich weiter. Oder so. Ganz sicher.
Obwohl ich das weiß will ich oft nicht. Und da wären wir wieder. Auf Wiedersehen Wille. Grüß Gott Bequemlichkeit. Er ist es, der Wille, das Wollen. Er, der im Endeeffekt darüber entscheidet ob ich am Ende des Monats mit gestähltem Oberkörper das Freibad besuche oder immer noch einen kleinen Wunst vor mir her Schiebe. Hat ja beides was. Entschuldigt die Bequemlichkeit den unterdrückten Willen.

Mir würde jetzt noch mehr einfallen. Ich könnte weiter schreiben. Aber Tatort beginnt. Es ist Sonntag Abend. Wie einfältig so ein Leben doch sein kann.
Ach so noch kurz – ich bin ja wieder zurück.
Griechenland hieß Sonne, 32 Grad und blauer Himmel. Gegensatz zu dem was die Tagesthemen also über das deutsche Wetter berichtet haben. Athen hat mich überrascht. Mir viel besser gefallen als erwartet. Griechenland ging im Endeffekt auch. Aber vielleicht lag das auch nur an dem Taxifahrer der „Servus“ und „Grüß Gott“ mit griechischem Akzent sagen konnte und uns auf deutsch erklärte, dass das Bayrische Brot und die Wurstauswahl so gut sein. Dass das mit Ostdeuschtland generell ja schon richtig war, aber viel zu schnell ging und nicht so mit der Brechtstange von einem Tag auf den anderen hätte durchgeführt werden dürfen. Dafür würden wir noch heute bluten meinte er. Dazwischen deutete er immer mal wieder kurz aus dem Fenster und zeigte uns Olivenbäume die ihm oder einem Verwandten seiner Verwandten gehörten. Die Sonne brannte herunter wir waren mit zwei Taxis auf dem Weg zum Athener Flughafen. „Und dann haben ich Griechischer Casanova meine Frau aus Ingoltstat nach Griecheland entführt. Aber hier ist auch gute Leben.“ Er lacht fröhlich und mir wurde Griechenland symphatisch. Zwischen all diesen Olivenbäumen und einem lebensfrohen Taxifahrer.

Jetzt habe ich wahrscheinlich den Mord verpasst.